Romanische Kirche als Zentrum einer Grosspfarrei
1200 - 1300
Erstes Drittel des 13. Jahrhunderts
Die Pfarrei Uznach umfasste im Mittelalter ein grosses Gebiet. Zu ihr gehörten der östliche Teil von Schmerikon, Goldingen, Walde, Ernetschwil und St. Gallenkappel. Die kleine karolingische Kirche genügte angesichts der Grösse der Pfarrei nicht mehr. Als die Grafen von Toggenburg im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts östlich der bestehenden Siedlung das befestigte Städtchen gründeten, wurde die altehrwürdige Gallusbasilika abgebrochen und um ihre Fundamente herum eine grössere Kirche im romanischen Stil erbaut.
Das in der Kirche vorhandene Kreuz wurde - im Besonderen durch die von Graf Friedrich VII gegründete Kreuzbruderschaft - hoch verehrt. Aus diesem Grunde erhielt die Galluskirche nach und nach den Namen „Heiligkreuzkirche“. Dass der ursprüngliche Weihetitel auch offiziell geändert wurde, ist nicht bekannt.
Bis vor kurzem hatte man keinerlei Kenntnis davon, dass in romanischer Zeit ein Neubau der Pfarrkirche erfolgt war. Durch Ausgrabungen im Jahre 1963 konnten aber Fundamente freigelegt werden, die im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts entstanden sein dürften. Diese Kirche war wesentlich grösser als ihre Vorgängerin.