Bau der Pfarrkirche im Städtchen
1867 - 1870
Die heutige Pfarrkirche steht an Stelle der Kapelle, die Graf Kraft III. von Toggenburg zu Ehren der Hl. Michael und Gallus 1317 gegründet hat. 1373 übernahmen die Antönier - ein Krankenpflegeorden, der nach der Augustinerregel lebte - die Kapelle und bauten auch ein Spital. Um 1484 wurde der Kirchturm angebaut. Der Stadtbrand von 1762 äscherte auch die Kirche ein. 1763 wurde sie nach Plänen von Engelhard Widmer von Ernetschwil wieder instand gesetzt. 1867 wurde diese Kirche abgebrochen, da sie statische Mängel aufwies.
Die bescheidene aber stetige Zunahme der Katholikenzahl in der Pfarrei Uznach liess den Wunsch nach einer grösseren Pfarrkirche laut werden. Der Bau wurde sorgfälltig vorbereitet. In den folgenden Jahren entstand, diesmal nicht längs, sondern quer zur Strasse eine neugotische Kirche, sie wurde nun die Pfarrkirche anstelle der Kreuzkirche. Die neue Kirche wurde am 22. Oktober 1870 eingeweiht.
Der Renovation von 1938-40 verdankt die Kirche unter anderem die Dekoration des Turmes mit Zeugen der Uznacher Geschichte. Der Frontturm wurde abgebrochen und auf der Westseite ein neuer Turm mit Käsbissen aufgebaut, der sich etwa demjenigen der Antoniuskirche anpasste.
Beim Umbau erhielten die Zifferblätter des neuen Turmes einen dekorativen Schmuck. Die Musikanten erinnern daran, dass in Uznach im Jahre 1407 eine seltsame Vereinigung gegründet worden ist, eine Bruderschaft fahrender Leute, Pfeifer und Geiger.
1988/89 wurde der Chorraum neu gestaltet und der Liturgie angepasst.
Bild Mitte: Zifferblätter des neuen Turmes mit den Musikanten als Schildhalter
Bild rechts: Die heutige Pfarrkirche mit dem Tönierhaus