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Burg Uznaberg

1234 - 1268

Einen wichtigen festen Platz besassen die Toggenburger in der Burg Uznaberg. Von ihr aus liess sich die wichtige Handelsstrasse Zürich – Chur und ihre Abzweigungen über den Ricken und über Rüti ins Zürcher Oberland überblicken und beherrschen. Die Burg, die als uneinnehmbar galt bestand wohl schon um das Jahr 1200.

Erstmals wird die Burg 1234 im Zusammenhang mit dem Brudermord im Hause Toggenburg erwähnt. Diethelm II. hatte 1226 seinen Bruder Friedrich ermorden lassen. Die Eltern hatten zur Sühne dieses Verbrechens die Stammburg Alttoggenburg und die Stadt Wil dem Kloster St. Gallen geschenkt, was Diethelm nicht anerkennen wollte. Nach einem heftigen Streit kam es zum Friedensschluss, indem Diethelm die Burg Uznaberg dem Abt als Pfand für die Einhaltung des Vertrages einräumen musste. Schon um 1240 ist aber die Burg wieder im Besitze der Toggenburger.

Die Toggenburger überfielen Zürcher Handelstransporte, mussten dafür aber büssen. Rudolf von Habsburg zog 1268 gegen die Burg Uznaberg. Die Burg widerstand lange der Belagerung und wurde erobert und zerstört.

Die Ruine Uznaberg lieferte Steine für zahlreiche Bauten, besonders für die heutige Kreuzkirche. Ein Pilaster der Burg findet sich heute als Schmuckstück im Rathaus.
 

Burg Uznaberg
Burgruine Uznaberg, im Wald sind deutlich die Mauern der Ruine erkennbar.
Zeichnung von Hans Konrad Escher von der Linth vom 2. April 1817