Gründung des Antoniusspitals
1373
Auch in Uznach stifteten die Toggenburger ein geistliches Haus, das sich zum Antoniusspital entwickelte und während Jahrhunderten von grosser Bedeutung war. Gründer waren die Grafen Donat und Diethelm und die Gründungsurkunde wurde am 16. Mai 1373 auf der Burg Uznach ausgestellt. Die Grafen hatten keinerlei Absichten, in erster Linie ein Spital zu gründen. Es waren religiöse Motive im engeren Sinne. Der Wunsch der Gründer aus dem Hause Toggenburg ging nicht ganz in Erfüllung. Ein eigentliches Kloster entstand nicht, wohl aber eine Niederlassung mit einem Haus, in dem Arme und Kranke Aufnahme und Pflege fanden und das Antoniusspital genannt wurde. Der Orden der Antönier war ab dem Jahre 1533 nicht mehr in der Lage, das Haus in Uznach zu halten. Das Haus blieb aber unter weltlicher Verwaltung weiterhin bestehen. Im Anfang des 17. Jahrhunderts wurde das Spital neu gebaut. Nach dem Brand von 1762 wurde das Spital nicht mehr aufgebaut.
An die Antönier und ihr Spital erinnert in der Pfarrkirche der schöne spätgotische Wandtabernakel aus dem Jahr 1484 mit dem Tönierwappen, der sich im Chor der 1867 abgebrochenen Antoniuskirche befand.