Markt - Handel - Gewerbe
1387
Mit der Gründung der Stadt durch die Grafen von Toggenburg erhielt dieselbe zweifellos auch das Marktrecht. Schon im 14. Jahrhundert muss ein recht lebhafter Handel bestanden haben. In den Zürcher Ratsprotokollen wurden 1387 schon Wein- und Holzhändler aus Uznach erwähnt. Die Handelsbeziehungen der ganzen Landschaft waren vor allem mit Zürich rege, das als Kornmarkt wichtig war.
Uznach war Marktort der Region. Im Stadtrecht von 1436 wird es als althergebrachtes Recht bezeichnet. Mit dem Markt verband sich auch ein bescheidenes Gewerbe. Neben dem Wochenmarkt, der alle Samstage stattfand, zählte man früher sieben Jahrmärkte, unter denen der Tönimarkt, der auf den ersten Werktag nach dem Festtag des hl. Antonius fiel, besonders besucht war. Die Marktstände standen hauptsächlich an der Hauptgasse, die daher auch Marktgasse genannt wurde und auf den Plätzen vor dem unteren Tor.