Navigieren in Uznach

Streit ums Erbe / Uznach erlebt kriegerische Zeiten

1436 - 1450
 
Nach dem Tode Friedrich VII. herrschte über das Schicksal der Erbschaft eine totale Verwirrung. Die Erben waren sich nicht einig. Die Witwe Elisabeth von Matsch wurde mit einer Kapitalzahlung von 6000 Gulden und einer Rente abgefunden. Der Nachlass wurde geteilt.

Die beiden Freiherren Hildebrand und Petermann von Raron übernahmen das Toggenburg und die Grafschaft Uznach. Die Erbfrage um die Landschaft Uznach löste den Alten Zürichkrieg aus. Sowohl Zürich wie die Stände Schwyz und Glarus wollten Uznach unter ihre Obhut bringen. Dieser Krieg zwischen 1436 und 1450 brachte viel Schrecken, Leid und Unglück über die ganze Eidgenossenschaft. Die Uznacher beteiligten sich an den Streifzügen der Schwyzer ins Zürcher Oberland, anderseits fielen die Zürcher und die mit ihnen verbündeten Österreicher in die Landschaft Uznach ein brandschatzten und äscherten 1445 bei der Kreuzkirche die so genannte alte Stadt ein. Der Krieg ging zum Nachteil der Zürcher aus und Stadt und Landschaft Uznach kamen zu Schwyz und Glarus gegen Verpfändung.