Uznach als Kriegsschauplatz
1799
Schon ein Jahr nach der Kapitulation im Frühjahr 1799 wurde unser Land zum Kriegsschauplatz fremder Heere. Ein Teil dieses Europäischen Krieges spielte sich in der Gegend von Uznach ab. Am 25. September 1799 erfolgte auf der ganzen Linie von Weesen bis Zürich der französische Angriff. In Grynau, wo die Brücke verbrannt worden war, setzten die Franzosen über die Linth und rückten gegen Uznach vor. Vor dem Städtchen waren Österreicher aufgestellt mit zwei Kanonen und einer Haubitze. Die Franzosen wurden zurückgeworfen und wandten sich gegen die Kreuzkirche und den Friedhof. Dort kam es zu weiteren Kämpfen mit vielen Verlusten. Die Österreicher mussten sich zurückziehen in den nahen Burgerwald. Die Gegend litt unsäglich unter den vielen Besetzungen und Einquartierungen, die von 1799 bis 1802 dauerten. Besonders verhasst waren die Franzosen und die Russen, die sich unmenschlich aufführten. Sie plünderten und raubten, drohten und misshandelten die Leute.