Uznach Stadt und Land werden verkauft
1469
An eine Auslösung des Pfandes der Freiherren von Raron dachte wohl niemand mehr und am 2. Februar 1469 erfolgte der formelle Verkauf der Grafschaft Uznach an die beiden Stände Schwyz und Glarus. Die Herrschaft Uznach wurde samt dem Schloss und der Stadt, mit dem Land Uznach und Schmerikon und alles was dazu gehört mit hohen und niedern Gerichten, Vogtrechten, Renten, Gülten und Zinsen verkauft. In der Urkunde wird auf die Urbare, Rodel und besiegelten und unbesiegelten Briefe hingewiesen, die für die Erwerber nicht nur Rechte sondern auch Pflichten enthielten. Besonders wichtig war, dass die neuen Herren die Freiheitsbriefe als rechtsgültig anerkannten.
Diese Freiheitsbriefe wurden von den Freiherren von Raron am 7. Dezember 1439 ausgestellt, also zu jener Zeit, als der Ausgang des Zürichkrieges noch nicht feststand. Die Freiherren waren daran sehr interessiert, dass die Uznacher treu zu ihnen hielten. Dies nützten die Uznacher offensichtlich aus. Sie erreichten von den Herren von Raron sehr günstige Freiheitsbriefe, je einen für die Stadt und die Landschaft. Diese Freiheitsbriefe waren für die Rechtsstellung der Untertanen von sehr grosser Tragweite.